Ein Power-BI-Bericht ist gebaut, an die Geschäftsführung verschickt – und nach wenigen Wochen öffnet ihn niemand mehr. Das ist kein Tool-Problem, sondern ein Konzeptionsproblem.
Warum Reports sterben
- Sie zeigen Zahlen, aber keine Story – der Leser weiß nicht, was er tun soll.
- Sie sind zu vollständig: jede mögliche Kennzahl ist drauf, der Fokus fehlt.
- Sie sind nicht in den Arbeitstag eingebaut – kein Trigger, sie zu öffnen.
- Sie haben keinen Eigentümer, der sie aktiv pflegt und weiterentwickelt.
Was ein lebendiges Cockpit ausmacht
Ein Cockpit beantwortet täglich oder wöchentlich eine konkrete Frage einer konkreten Rolle. Es hat eine Story: oben die Aussage, darunter der Beleg, unten die nächste Aktion. Es ist Teil eines Routinetermins – Montagsmeeting, Wochen-Review, Tagesstart.
Datenmodell vor Visualisierung
Das schönste Diagramm trägt nicht, wenn das Datenmodell wackelt. Ein sauberes Star-Schema mit klar getrennten Fakten- und Dimensionstabellen ist die Voraussetzung für nachhaltige Cockpits. DAX wird sonst zur Notreparatur.
Eigentümer, Refresh, Alerting
- Jedes Cockpit hat einen Owner aus dem Fachbereich – nicht aus der IT.
- Daten werden täglich oder zumindest werktäglich aktualisiert, nicht monatlich.
- Schwellwerte triggern Mails oder Teams-Nachrichten – das Cockpit kommt zur Person, nicht umgekehrt.